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Pressemitteilung:

Düren, 22. August 2007

Wie viele Stunden hätten Sie gerne?

Liesel Koschorreck MdL organisierte Info-Veranstaltung zu „Kibiz“. 200 Teilnehmer
Kreis Düren. Schneidet man das Thema „Kibiz“ an, fühlt man sich an den Spruch aus einer uralten Zigarettenwerbung erinnert: Wer wird denn gleich in die Luft gehen.
Liesel Koschorreck SPD-Landtagsabgeordnete und der Vorsitzende der SPD im Kreis Düren, Dietmar Nietan, hatten jetzt zu einer Informationsveranstaltung über das Kinderbildungsgesetz in eingeladen, dass die schwarz-gelbe Landesregierung bald verabschieden möchte. Sie verkauft diesen Gesetzentwurf gerne als Fortschritt in Sachen Familien- und Bildungspolitik.
„Der vorliegende Gesetzentwurf bedeutet jedoch einen Abbau der Qualität der frühkindlichen Bildung, schränkt das Wahlrecht der Eltern ein und weist den Kommunen ein höheres Planungsrisiko zu“, so Liesel Koschorreck. Mit ihren Befürchtungen steht die Landtagsabgeordnete nicht alleine da. Das zeigte die rege Teilnahme an der Veranstaltung. 200 Menschen, überwiegend Erzieherinnen, waren gekommen, sich über Kibiz zu informieren. Der Unmut bei den Betroffenen war sehr groß.
Als Fachreferenten waren Martina Breger, Fachreferentin der AWO Mittelrhein in Köln, Uschi Desch, Leiterin der Kita Römerpark in Aldenhoven und Manfred Savelsberg, Jugendamtsleiter der Stadt Düren, eingeladen. Die erfahrene Erzieherin Desch sieht durch Kibiz die Arbeit in Kitas und die Stellen ihrer Kolleginnen gefährdet. „Hätte man uns gefragt“, so Desch mit Blick auf die Landesregierung, „dann hätte es Kibiz nicht gegeben“. Sie sieht sich zukünftig in der Rolle einer Verkäuferin: „Nehmen Sie 25, 35 oder 45 Stunden?“ Familien mit einem hohen Stundenkontingent seien dann interessant, das führe zu sozialer Ungleichheit.
Hier sieht auch Liesel Koschorreck ein großes Problem: „Verlierer sind dann besonders Städte mit schwierigen Sozialräumen. Die Erzieherinnen müssen zusätzliche pädagogische Arbeit für Sprachförderung, Schutz vor Kindeswohlgefährdung oder einem verstärkten Bildungsauftrag zu leisten, während das Personal gleichzeitig reduziert wird. Unter dem Strich bekommen die Kindergärten also nicht mehr Geld, sondern einen Haufen neuer Aufgaben.“
Die überdurchschnittlich gut besuchte Veranstaltung in der Festhalle Birkesdorf habe gezeigt, wie das Thema Kibiz die Gemüter erhitze, resümiert die SPD-Politikerin.

Die Informationsmaterialien, die während der Veranstaltung verteilt wurden, können auch von der Internetseite www.liesel-koschorreck.de kostenlos runtergeladen werden.

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