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Pressemitteilung:

Düren, 09. November 2009
Pressemitteilung des SPD Unterbezirk Düren

Drastische Entwicklung zwingt zu raschem Handeln

Bis zu 25% weniger Schülerinnen innerhalb weniger Jahre
Mehr als 18000 Schülerinnen und Schüler besuchten im Jahr 2008 die Sekundarstufe I (Kl. 5-10) einer Kreis-Dürener Schule. Im Jahr 2018 werden es nur noch rund 13500 sein. Ein Viertel weniger Schülerinnen, ein Viertel weniger Klassen, ein Viertel weniger Schulen? Jens Bröker, SPD-Fraktionsvorsitzender und Vorsitzender des Schulausschusses im Kreis fordert eine verbesserte Koordinierung der Bildungspolitik im Kreis: „Strukturelle Veränderungen im Schulwesen können nicht über Nacht erreicht werden. Das Problem kann nicht von den Gemeinden und Städte alleine gelöst werden. Wir benötigen rasch eine konzertierte Aktion aller Kommunen im Kreis Düren, um eine qualitativ hochwertige Bildung für die jungen Menschen im Kreis Düren auch dauerhaft garantierten zu können. Es ist schon viel Zeit verstrichen, ohne dass die Verantwortlichen im Kreis überzeugende Lösungsvorschläge auf den Tisch gebracht werden. Wir brauchen einen Bildungsgipfel, der alle Entscheidungsträger zusammenbringt und verbindliche Absprachen treffen kann.“

Die SPD-Landtagsabgeordnete Liesel Koschorreck weiß, dass die Entwicklung in den ländlichen Flächenkreisen viel rasanter verläuft als in den Ballungszentren. „Ohne Veränderungen in den Schulstrukturen können wir in der Fläche kein wohnortnahes Bildungsangebot mehr aufrecht erhalten. Es ist zu befürchten, dass wir in wenigen Jahren in der Hälfte unserer Gemeinden keine weiterführenden Schulen mehr haben werden. Die SPD macht mit dem Modell der Gemeinschaftsschule ein überzeugendes Angebot, wie wohnortnahe, qualifizierte Bildung und individuelle Förderung mit einander in Einklang gebracht werden können.“

Die aktuellste Bildungsstatistik NRW zeigt dramatische Veränderungen auch in der Pri-marstufe auf. Die Zahl der Grundschüler geht von jetzt 11.000 auf nur 9.000 im Jahr 2018 zurück. Nur in der Sekundarstufe II (ab Klasse 11) verläuft die Entwicklung anders. Waren es im Jahr 2008 noch gut 3500 Schülerinnen und Schüler in, steigt die Zahl im Jahr 2010 voraussichtlicht auf über 4600, ein Anstieg um 36%. Um so drastischer ist dann der Rückgang der Schülerzahlen in diesem Bereich. Nur noch 3000 sollen es im Jahr 2018 sein. Insgesamt geht die Zahl der Schülerinnen und Schüler um 20% kreisweit zurück.

In der Region Aachen sind die Kreise Düren, Heinsberg und Euskirchen am stärksten betroffen, während der Rhein-Erft-Kreis, Teile der Städteregion Aachen, insbesondere die Stadt Aachen noch etwas gelassener in die Zukunft blicken können. Dietmar Nietan MdB befürchtet, dass der Kreis Düren auch im Wettbewerb um die optimale Bildungsversorgung gegenüber der Städteregion und dem Kölner Ballungsraum zurückbleiben kann. „Es wird deutlich, dass wir diesem Trend nicht nur zuschauen dürfen, sondern uns aktiv in die Städteregion einbringen müssen.“


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