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Pressespiegel:

Düren, 23. November 2009
aus "Aachener-/Dürener Nachrichten" vom 23.11.2009

Etwas nervös sind sie schon

Düren. Gleich geht es los. Und Nadine (16) und Jannic (12) Mathey aus Düren müssen auf die kleine Bühne in der Geschäftsstelle des Regionalverbandes in Birkesdorf. Die Geschwister sind nervös, «aber nur ein kleines bisschen», darauf legen sie sehr viel Wert.

Vor den beiden Karnevalsjecken, die als das Duo «Die Lumpeföttche» auftreten, liegt eine rund 20 Minuten dauernde Büttenrede.

Die Kinder, die seit ihrer Geburt bei der Karnevalsgesellschaft «Prinzengarde» aus Düren dabei sind, sind zwei von insgesamt acht Jungen und Mädchen, die beim Vorstellnachmittag «Jugend in der Bütt» ihre karnevalistische Rede präsentieren.

Witze gesammelt

Genau wie Dustyn Hannes, Tim Franzen, der am Samstag leider krank war, Jannik Heisinger, Tobias Porschen sowie Clio und Marvin Schreiner aus Nörvenich haben auch Nadine und Jannic Matthey eine echte Vorliebe für eine gute Büttenrede.

Ein Jahre lang haben die Geschwister Witze gesammelt, die sie mit Hilfe ihrer Mutter zu einer gereimten Büttenrede formuliert haben. Und die dann bei zwei Workshops von «Jugend in der Bütt» mit den «Lehrern» Liesel Koschorreck, Paula Schütz, Bruno Korf und Thomas Kirberich ihren letzten Schliff erhalten hat.

Mundart kommt besser anÉ

Paula Schütz erklärt: «Die Kinder sammeln ein Jahr ihre Lieblingswitze, die natürlich immer Kind gerecht und niemals unter der Gürtellinie sein dürfen. Und wir helfen ihnen dann dabei, die Rede aufzubauen, so dass sie einen roten Faden hat, und üben natürlich auch mit den Kindern, sie vorzutragen.

Am besten ist es natürlich, wenn die Kinder ihre Büttenrede in Dürener Platt bringen können.» Klar, dass alle kleinen Büttenredner auch kostümiert und geschminkt sind, weil sie einen bestimmten Typ darstellen wollen. Nadine und Jannic Matthey nehmen sich in ihrem lustigen Zwiegespräch als große Schwester und kleiner Bruder gegenseitig auf die Schippe.

Und besonders der kleine Jannic hat darunter zu leiden, denn die Büttenrede mit seiner Schwester geht schon gleich mit einer «Gemeinheit» gegen ihn los. «Ich habe einen Vogel. Wo ist der bloß?», sagt Jannic. Und Nadine kontert: «Ich hab das ja schon lange gewusst, aber dass du das jetzt selbst in aller Öffentlichkeit zugibstÉ»

Nadine hat übrigens schon immer gerne Witze erzählt, und sie war es auch, die ihren Bruder für die Büttenrede begeistert hat. «Wir haben das Talent von unserem Opa geerbt», schmunzelt Nadine. «Der hat auch so eine große Klappe.» Und dann, als der Opa gerade zufällig vorbeikommt: «Ne, Opa, du warst doch auch früher in der Bütt, oder?» Und Opa: «Ja, aber heute dusche ich immer. Das ist billiger.»

Für Liesel Koschorreck und ihre Mitstreiter von «Jugend in der Bütt» ist es schön zu sehen, welche Fortschritte ihre Büttenredner-Kinder machen. Koschorreck: «Es ist auch die unglaubliche Spontaneität, die eine gute Kinderbüttenrede ausmacht. Und es ist toll, wie viel selbstbewusster die Jungen und Mädchen werden.»

Und es kommt sicher auch nicht von ungefähr, dass «Jugend in der Bütt» mit Tim Franzen, Tobias Porschen und Jannik Heisinger in sieben Jahren schon drei Dürener Kinderkarnevalsprinzen hervor gebracht hat.

Der Auftritt von Nadine und ihrem Bruder ist übrigens super gelaufen. Die Zuhörerinnen und Zuhörer, darunter auch das amtierende Prinzenpaar Peter und Agnes Schmitz, Festkomitee-Präsident Peter Körner und der Chef vom Regionalverband Dürener Karneval Rolf-Peter Hohn, haben viel geklatscht.

«Köln? Das wäre toll»

Nun hoffen die beiden Geschwister auf möglichst viele Engagements, bei Kinder- und Seniorensitzungen, aber auch bei Abendveranstaltungen. Klar, dass die beiden auch einmal berühmt werden wollen. Und von einem Auftritt im Kölner Karneval träumen. «Aber direkt bei was Großem», sagt Jannic. «Das wäre toll.»

Dokumente:
Artikel Dürener Nachrichten "Nervös sind sie schon"

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