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Pressemitteilung:

Kreis Düren, 08. März 2010

Schlag ins Gesicht für misshandelte Frauen in NRW

Liesel Koschorreck (SPD) fordert zum Weltfrauentag 4. Stelle für Frauenhäuser zurück


„Ein Frauenhaus ist für viele die einzige Möglichkeit, ein bisschen Halt zu finden, das Geschehene zu verarbeiten und wieder eine neue Perspektive zu finden“. Dazu sei zwingend neben intensiver psychologischer Betreuung auch eine zuverlässige unbürokratische Nachbetreuung erforderlich, die zum Beispiel bei der Woh-nungssuche behilflich ist. „Und diese Unterstützung ist früher durch die so genann-te 4. Stelle zumindest in Ansätzen gewährleistet gewesen. Doch dann kam schwarz-gelb in die Regierungsverantwortung“, so die Genossin, „und damit wurden Zuschüsse für die Frauenhäuser und somit auch diese Stellen gestrichen.“

Gemeinsam mit den Grünen würden sich die Sozialdemokraten im Landtag für die weitere Fördermittel einsetzen, damit besagte Stelle wieder geschaffen werden könne. „Aber da beißen wir bei der Landesregierung auf Granit“, empört sich die Politikerin aus Düren, die in Kontakt zum Dürener Frauenhaus und der Frauenbe-ratungsstelle steht, und attestiert ihren Kolleginnen im Landtag von der CDU und der FDP eine gewisse Doppelbödigkeit. „Wenn das Schicksal der Frauen am Welt-Frauentag zu Recht lauthals beklagt wird, aber andererseits das Elend von Frauen im eigenen Land nicht ernst genommen wird, dann finde ich das ziemlich verlogen.“ Für die Frauen, die hier in NRW in Frauenhäusern mühsam versuchten, wie-der Fuß zu fassen, müsse dies ein Schlag ins Gesicht sein.



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