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Pressespiegel:

Düren, 26. April 2010
aus "Dürener Zeitung" vom 26. April 2010

Wenn Landtagskandidaten zu Praktikanten werden

Vor der Podiumsdiskussion bei der Caritas erhalten die Politiker Einblicke in die Arbeitsbereiche des Verbandes
Kreis Düren. Kontinuität und Fähigkeit und der Wille im Dialog zu bleiben – das wünschen sich die Verantwortlichen des Caritasverbandes vor und nach der Landtagswahl. „Soziales kann nur bestehen, wenn viele wählen gehen“, rief Caritasgeschäftsführer Lothar Frank am Ende einer Diskussion mit den Landtagskandidaten zu einer großen Wahlbeteiligung auf. Wie auch bei anderen Trägern der Wohlfahrtspflege treibt auch den Caritasverband die Sorge um: Hoffentlich wird nach der Wahl nicht weiter an öffentlichen Mitteln gekürzt.

„Sieben Themen – sieben Wochen – sieben Regionen“: So nennt der Aachener Diözesan-Caritasverband seine Tournee durch die Region vor der Landtagswahl. Er stellt den Landtagskandidaten klar und deutlich die Gretchenfrage: „Was will ich persönlich unternehmen, damit NRW und Düren sozialer werden?“ Mit dieser Vorgabe gingen die Kandidaten vor der Diskussion einen nicht alltäglichen Weg. Sie verdingten sich als Praktikanten in Caritaseinrichtungen und sahen vor Ort, wo und wie bei Caritas die Schuhe drücken. Einigkeit herrscht partei­übergreifend in einem Bereich. „An der Prävention darf nicht gespart werden, denn sonst wird die Hilfe noch teurer.“ Liesel Koschorreck (SPD) hatte sich im Waldkindergarten des SkF in Kreuzau umgesehen. Die Forderung der Sozialdemokratin: „Die Bildung muss gebührenfrei sein, von der Kita bis zur Uni“. Existenzsichernde Löhne und mehr Hilfe für Familien. „Das ist finanzierbar“, sagte die SPD-Frau.

Egbert Braks und Jörn Langenfeld (FDP) hatten sich in der Drogenberatung kundig gemacht. „Armut ist die Wurzel allen Übels“, stellten sie unisono fest und forderten eine finanzielle Stärkung der Kommunen, „damit diese den Trägern wieder helfen können“. Ihr Patentrezept: Mehr Arbeitsplätze, dann werden auch die finanziellen Voraussetzungen besser.

Bei den Ärmsten der Armen komme nichts an, mussten sich die Liberalen von Norbert Schoeller (In Via) anhören, und Caritas- Geschäftsführer Lothar Frank warnte davor, dass es nach der Wahl noch schlechter werden könnte. „Wir stehen mit dem Rücken zur Wand; bei weiteren Kürzungen ist die Prävention tot.“ So blieb Wilfried Pallenberg (Drogenberatung) nur die Hoffnung, „dass nach der Wahl nicht alles umkippt“. Auch Gudrun Zentis (Grüne) setzte auf Prävention, forderte wie die SPD kostenlose Bildung und forderte eine Umverteilung der Landesmittel. „Wir sollten aufhören, am falschen Platz zu sparen“. Gudrun Zentis hatte sich im Café Lichtblick umgesehen. „Es ist schon für die Menschen ein Lichtblick dass sie hierher gehen können.“

Josef Wirtz (CDU) fehlte entschuldigt. Er empfing eine Gruppe aus Jülich im Landtag in Düsseldorf. Sein Interesse galt dem Demenzzentrum in Jülich. Er zollte dem Personal hohe Anerkennung. Er schloss sich der Forderung nach Ausbildung von mehr Bertreuungspersonal an.

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Dokumente:
Original-Artikel_DZ-26.04.2010 - Wenn Landtagskandidaten zu Praktikanten werden

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