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Pressespiegel:

Düren, 23. April 2010
aus "Dürener Nachrichten" vom 23. April 2010

Migration und Alter

Liesel Koschorreck (SPD) sieht Land in der Pflicht
Kreis Düren. „Die Interessen der älteren Generation finden sich mittlerweile im Denken und Handeln von vielen Verantwortlichen wieder. Die stark anwachsende Gruppen der älteren Migranten führt jedoch häufig noch ein Schattendasein,“ begründet Liesel Koschorreck, SPD-Landtagsabgeordnete, ihre Initiative zum Thema „Migration und Alter“. Während Aspekte des Themas (Ausbildung von Gesundheitsmediatoren) im Kreis Düren schon auf der Tagesordnung des neu gebildeten Integrations- und Migrationsausschusses stehen, gibt es im Land noch Nachholbedarf.

Auf Koschorrecks Antrag hin fand eine Expertenanhörung im Landtag statt. Die SPD-Politikerin sieht das Land in der Pflicht, die Kommunen bei dieser Aufgabe zu unterstützen. „Wir sehen uns durch die Meinung der Experten ausdrücklich bestätigt: Bei der Frage, wie die Landespolitik mit älteren Menschen mit Migrationshintergrund umgeht, besteht Nachholbedarf“, betont Koschorreck. „So spricht zwar einiges dafür, dass ältere Zugewanderte höhere Pflegebedürftigkeitsrisiken aufweisen. Trotzdem fehlen in vielen Bereichen Daten, um diesen Sachverhalt näher wissenschaftlich zu beleuchten.“ Das ehrenamtliche Engagement dieser Gruppe werde ebenfalls kaum beachtet.

Modellprojekte gefordert

Viele ältere Menschen mit Migrationshintergrund setzten sich aktiv für andere und damit auch für unsere Gesellschaft ein. Dennoch würden sie nicht ausreichend bei Qualifizierungsmaßnahmen für ehrenamtliche Strukturen berücksichtigt. Sinnvoll sei hier eine zentrale Beratungs-, Qualifizierungs- und Bildungseinrichtung für Kommunen, Wohlfahrtsverbände und Vereine. „Darüber hinaus müssen wir feststellen, dass traditionelle Altenheimstrukturen nicht genutzt werden. Deshalb brauchen wir Modellprojekte, die den Wohnbedürfnissen und Versorgungsnotwendigkeiten älterer Menschen mit Migrationshintergrund entsprechen.


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