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Pressemitteilung:

Düren, 15. Juli 2011

Braucht Düren wirklich noch ein weiteres Parkhaus?

Der Stadtentwicklungsausschuss der Stadt hat mit Mehrheit den Aufstellungsbeschluss zur Änderung eines Bebauungsplanes beschlossen, um an der Ecke Bismarckstraße/Moltkestraße ein Parkhaus für die Bediensteten der Kreisverwaltung zu bauen. Es soll ein relativ großes Gebäude mit 430 Stellplätzen auf bis zu fünf Ebenen errichtet werden. Für die SPD der Stadt Düren sind noch eine Reihe Fragen zu klären, bis sie eine Entscheidung treffen kann.

Die Vorsitzende des Stadtverbandes, Liesel Koschorreck: „Wir fordern möglichst viele Bürgerinnen und Bürger auf, während der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit und der einmonatigen Offenlage des Bebauungsplanes ihre Meinung zur Planung zu äußern.

Angesprochen sind auch Nachbarn, sowie Lehrer, Eltern und Schüler der drei benachbarten Schulen Wirteltorgymnasium, Rurtalgymnasium, St. Angela Schule. Eine Meinungsäußerung möglichst vieler Dürener ist für unsere Entscheidung wichtig.“

Ebenso weist sie auf die große Schülerzahl hin. Zwischen 7.00 und 8.00 Uhr fahren etwa 40 Busse die Haltestelle „St. Angela Schule“ an. Wenn dann etwa gleichzeitig zum Parkhaus gefahren wird, erhöht sich das schon vorhandene Konfliktpotential, besonders für Fußgänger und Radfahrer. So sieht es auch die Stadtverwaltung. Hinzu kommen verstärkt Lärm und Abgase. Das Parkhaus grenzt unmittelbar an die St. Angela Schule. Liesel Koschorreck hat Sorge, dass diese Schule durch Geräusche und Abgase belästigt wird.

Die bisherige rechtskräftige Planung sieht gegenüber dem Kreishaus, also auf der anderen Seite der Moltkestraße, ebenfalls einen Freiraum zur Bismarckstraße vor. Im hinteren Bereich des Grundstücks könnte dann gebaut werden. Dabei hatten die Planer sich etwas gedacht. Das Parkhaus jedoch wird nah an die Bismarckstraße reichen.

Nach Meinung des SPD Fraktionsvorsitzenden Henner Schmidt wird durch das Parkhaus der Grundsatz der Dürener Verkehrspolitik, dass der Bus-, Rad- und Fußgängerverkehr gefördert wird, verletzt. Auch sind für ihn weitere andere Fragen ungeklärt: Wie sieht es mit der Auslastung der benachbarten Parkhäuser aus? Ist es wirklich unumgänglich, ein wertvolles städtisches Grundstück in der Innenstadt einer Parkhauslösung zuzuführen?

Nach Meinung des Fraktionsvorsitzenden des Kreises, Jens Bröker, sollte geprüft werden, ob die bestehenden Parkplätze der Kreisverwaltung für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mit weiter Anreise und schlechter Bus- oder Zugverbindung reserviert werden können und damit das Hauptproblem gelöst ist. Auch sind in den umliegenden Parkhäusern viele Stellplätze frei, die notfalls vom Kreis angemietet werden könnten. Bröker: „Hat die Kreisverwaltung dies geprüft? Ferner weise ich darauf hin, dass in der benachbarten Städteregion (Kreis Aachen) die Verwaltungslei-tung preisgünstige Job-Tickets für das Personal anbietet. Viele sind dadurch auf Bus und Bahn umgestiegen. Welche Maßnahmen wurden seitens der Kreisverwaltung ergriffen, Job-Tickets für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter attraktiv zu machen?
Liesel Koschorreck: „Nach der Bürgerbeteiligung und Beantwortung aller Fragen wird die SPD nach gründlichen Beratungen eine Entscheidung treffen.“


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