Seitenanfang

Hauptnavigation




Zusatzinformationen

Liesel Koschorreck auf Facebook


Hauptinhaltsbereich

Pressespiegel:

Düren, 05. Mai 2012
aus "Dürener Zeitung" vom 05. Mai 2012

„Abstand hilft beizeiten, die Belange der Menschen klar zu sehen“

Sozialdemokratin aus Birkesdorf will den Abstand zum CDU-Mitbewerber verringern: „Es ist noch viel Bewegung drin.“ Familien-, Sozial- und Bildungspolitik.

Birkesdorf. Politik ist eine eigene Welt mit eigenen Regeln und Gesetzmäßigkeiten. „Wer nur in der Politik unterwegs ist, kann den Kontakt zur realen Welt verlieren“, sagt Liesel Koschorreck, die für die SPD im Wahlkreis Düren II/Euskirchen II um die Stimmen der Wähler wirbt. Die Birkesdorferin weiß, wovon sie redet. Sie ist in der Politik als Vorsitzende der SPD in Düren und Kreistagspolitikerin seit 1989 so etwas wie ein sozialdemokratisches Urgestein. Sie hört zu, fragt nach und packt an. Das zumindest sagt Liesel Koschorreck über sich selbst. Und es gibt Tage, da packt die 60-jährige Politikerin ihre Wanderschuhe, greift die Regenjacke und gewinnt Abstand zur Politik.

„Wandern erdet einen“, sagt Liesel Koschorreck im Gespräch mit unserer Zeitung über ihr liebstes Hobby. „Wenn du in der Natur unterwegs bist, bekommst du den Kopf wieder frei.“ Als sie noch für ihre Partei im Landtag saß, habe sie öfters eine solche Auszeit gebraucht. Um den politischen Tagesablauf zu durchbrechen. Um wieder neue Perspektiven zu sehen, neue Gedanken denken zu können und sich auch selbst zu hinterfragen. Das war früher so, das ist noch heute so. Abstand helfe beizeiten, die Belange der Menschen wieder ganz klar zu sehen. Und das will sie: nah an den Menschen sein. Es ist die Familien-, Sozial- und Bildungspolitik, die sich Liesel Koschorreck seit Jahrzehnten auf die Fahne geschrieben hat. Und plötzlich wird der Spaziergang mit der Kandidatin entlang der Rur wieder zum politischen Geschehen: „Der Abstand verringert sich“, sagt Liesel Koschorreck mit Blick auf den Wahlkampf. „Es ist noch viel Bewegung drin.“

Wer mit Liesel Koschorreck in diesen Tagen einen Spaziergang unternimmt, wird viel über die Politik der SPD und die Person von Hannelore Kraft erfahren. Aber auch über Liesel Koschorreck als Mensch und ihre politischen Ziele. Vieles von dem, was sie tut, sei autobiographisch geprägt. „Wenn es dir gut geht, dann sieh zu, dass es auch anderen Menschen gut geht“, habe ihre Mutter einst zu ihr gesagt. Das sei stets ihr Leitsatz gewesen. In einer Ellbogengesellschaft will sich die Kandidatin für die einsetzen, die eine helfende Hand brauchen. Für Kinder, für Familien, für alleinerziehende Eltern. Im Landtag will sie sich besonders dafür stark machen, dass das Kirchturmsdenken überwunden wird, dass in der Region die Kräfte gebündelt werden. „Wir müssen viel mehr Initiativen anbieten, von denen die Kommunen profitieren“, sieht sie auch das Land in der Verantwortung. Beispielsweise bei Bildungsangeboten für Kinder oder Projekten der Teilzeitausbildung. Mit Blick auf die Bildungspolitik lobt Koschorreck den Schulkonsens in NRW. Dies sei zwar ein Kompromiss, aber ein guter. „Ich bin froh, dass wir im Land soweit sind“, sagt Liesel Koschorreck. „Jeder übertrumpfte sich ja selbst bei dem Thema.“ Nun könne vor Ort gearbeitet werden, herrsche Planungssicherheit.

Planungssicherheit ist ihr Stichwort bei der Verkehrspolitik. Mit Blick auf Straßenbauvorhaben im Kreis Düren müsse alles, „was fertig geplant war, auch gebaut werden“, fordert sie. Auch die unendliche Geschichte der B 56neu müsse abgeschlossen werden. Mit Blick auf die Wirtschaftspolitik fordert sie wie bei der Bildungspolitik eine Bündelung der Kräfte. In absehbarer Zeit spiele es keine Rolle, was der Kreis Düren macht, die Stadt Düren oder die Städteregion Aachen. „Wir müssen viel stärker in großen Wirtschaftsregionen denken und planen, um bestehen zu können und Arbeitsplätze zu schaffen“, fordert Liesel Koschorreck. Sie will helfen, den Wahlkreis fit für die Zukunft zu machen.

Auch in der Politik werde ein neues Kapitel aufgeschlagen, mutmaßt Liesel Koschorreck mit Blick auf die Piraten-Partei. Sie mag keine Schätzung abgeben, wie viele Prozentpunkte die Piraten womöglich den etablierten Parteien abknapsen. „Das entscheiden die Wähler“, sagt Liesel Koschorreck. Und wie sieht das Wunschergebnis der Kandidatin aus? „Die rot-grüne Landesregierung hat ihre Arbeit sehr gut gemacht“, findet Liesel Koschorreck. Und diese Arbeit möge sie doch bitte fortführen. Von einer Großen Koalition mit der CDU hält die SPD-Politikerin nichts. Oder zumindest nicht viel.

Generell habe sie keine Angst davor, demnächst in einem Landtag Politik zu machen, in dem die Sitze völlig neu verteilt werden und womöglich auch ganz junge demokratische Parteien wie die Piraten ein Wörtchen mitreden wollen. Die von der Opposition stets als Minderheitsregierung abgewertete rot-grüne Landesregierung habe bewiesen, dass sie für ihre Politik Mehrheiten bekommen konnte. „Es hat der Demokratie nicht geschadet, dass man miteinander reden musste“, urteilt Liesel Koschorreck. Ein Manko sei dies nicht gewesen. „Am 13. Mai wissen wir mehr“, sagt sie. Manchmal ist es in der Politik wie beim Wandern.

Auf langen Strecken zählen Ausdauer und ein starker Wille.

Mehr zur Kandidatin im Internet:
#www.liesel-koschorreck.de#

Der Steckbrief von Liesel Koschorreck

Liesel Koschorreck wurde 1952 in Rommelsheim geboren. Sie ist Mutter eine Tochter und lebt mit ihrem Mann in Birkesdorf.

25 Jahre lang arbeitete Liesel Koschorreck als Rechtsanwaltsfachangestellte, seit 1989 ist sie Mitglied des Dürener Kreistages. 2005 bis 2010 vertrat die Politikerin die Bürger ihres Wahlkreises im Landtag.

Liesel Koschorreck ist unter anderem Vorsitzende der SPD in Düren, stellvertretende Landrätin, Mitglied im Präsidium der NRW-SPD und stellvertretende Vorsitzende des Vereins In Via.

„Wenn es dir gut geht, dann sieh zu, dass es auch anderen Menschen gut geht.“

Liesel Koschorreck,
SPD-Landtagskandidatin


Dokumente:
2012-05-05_Artikel-DZ

Zum Seitenanfang