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Pressespiegel:

Düren, 26. April 2012
aus "Dürener Zeitung" vom 26. Aprili 2012

„Habe viele zufriedene Gesichter gesehen“

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft besucht den Caritas-Wohnpark Friedenau. Gespräch mit Senioren statt großer Wahlkampfrede.
Kreuzau. Lohmar, Siegburg, Bonn, Kreuzau – zweieinhalb Wochen vor der Landtagswahl am 13. Mai eilt NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft von einem Termin zum anderen. Der Caritas-Wohnpark Friedenau ist an diesem Mittwoch mit einer halben Stunde Verspätung bereits ihre vierte Wahlkampfstation, nachdem sie die Nacht noch in Berlin verbracht hatte.

Zuerst der Besuch eines Pumpenherstellers, dann originärer Straßenwahlkampf, gefolgt von einem Gespräch über drogentherapeutische Arbeit mit Betroffenen – immer auch zur Unterstützung der SPD-Landtagskandidaten vor Ort. In Kreuzau an ihrer Seite: Liesel Koschorreck, die nach ihrem Ausscheiden aus dem Landtag vor zwei Jahren im Wahlkreis Düren II einen neuen Anlauf unternimmt, und Peter Münstermann, Kandidat im Wahlkreis Düren I.

Das primäre Interesse der Ministerpräsidentin gilt aber den generationenübergreifenden Wohnmodellen, die vom Caritas-Kreisverband Düren-Jülich im Wohnpark Friedenau realisiert werden.

Wer eine große Wahlkampfrede erwartet, wird enttäuscht. Kraft hebt kurz auf die große Herausforderung ab, in einer zum Glück immer älter werdenden Gesellschaft in Zukunft die Pflege zu organisieren, seniorengerechte Wohnformen landesweit zu etablieren und ganze Stadtteile umzugestalten. Dann aber nimmt sich die Ministerpräsidentin eine Tasse Kaffee in die Hand und sucht das Gespräch mit den Gästen der Tagespflege im Wohnpark Friedenau, aber auch mit den Menschen, die das Angebot des „Betreuten Wohnens“ nutzen. „Mein Ziel ist es, aus dem Blickwinkel der Menschen Politik zu machen“, betont die 51-Jährige ganz im Stil einer „Landesmutter“, die die Sorgen und Nöte aus eigener Erfahrung kennt. „Ich habe bei meiner Schwiegermutter erlebt, was es heißt, nicht mehr so zu können wie früher und aus der gewohnten Umgebung raus zu müssen.“ Daher sind ihr die Erfahrungen der Menschen in Kreuzau besonders wichtig.

Auf den im Programm noch vorgesehenen Rundgang durch die Einrichtung verzichtet die SPD-Landes- und stellvertretende Bundesvorsitzende. Sie belässt es bei den einführenden Worten von Caritas-Geschäftsführer Dirk Hucko, der den Anfang des Jahres eröffneten Wohnpark mit seinen 16 Tagespflegeplätzen und 22 betreuten Wohnungen, der den Bewohnern ein „angenehmes Leben mitten im Ort“ ermöglichen soll, kurz vorstellt und dabei die kommunikationsfördernde Idee des öffentlichen Cafés herausstellt.

Eine Idee, die für Hannelore Kraft Programm zu sein scheint. Sie eilt von Tisch zu Tisch, versucht mit jedem kurz ins Gespräch zu kommen, während der nächste Termin bereits drängt: der Kandidatencheck eines Radiosenders in Köln.

Was sie mitnimmt aus Kreuzau? „Ich habe in viele zufriedene Gesichter gesehen“, erklärt die 51-Jährige; und auch die Botschaft des Caritas-Geschäftsführers, dass der Bedarf nach Einrichtungen wie der in Kreuzau auch im Kreis Düren noch sehr groß ist. „Bei der Realisierung ist auch die Politik gefordert“, betont Dirk Hucko.

Liesel Koschorreck ist zufrieden. Ihr war es ein großes Anliegen, ihrer „Chefin“ das auch vom Land NRW geförderte Projekt einmal näherzubringen.
Dokumente:
2012-04-26_Artikel-DZ

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