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Pressemitteilung:

09. Mai 2012

„Gefährliche, aber wichtige gesellschaftliche Aufgabe“

Nietan und Koschorreck besuchen Kampfmittelräumunternehmen
Foto v.l.n.r.: Nietan, Koschorreck, Plum und Hobrack
„Die Männer und Frauen im Kampfmittelräumdienst übernehmen eine gefährliche, aber wichtige gesellschaftliche Aufgabe. Schließlich begeben sie sich in Gefahr, um für andere Sicherheit zu schaffen“, loben die 1. stellvertretende Landrätin Liesel Koschorreck und der SPD-Bundestagsabgeordnete Dietmar Nietan die Arbeit der Beschäftigten bei dem privaten Kampfmittelräumunternehmen P-H-Röhll NRW GmbH in Düren-Hoven. Das Unternehmen hatte zum Beispiel vor wenigen Wochen die große Bombe in Jülich nach einer gezielten Bohrlochsondierung geortet und freigelegt. Suchen, orten, freilegen, identifizieren und bergen von Munition, Sprengstoff und Bomben aus dem 2. Weltkrieg ist die Arbeit der rund 60 Angestellten des Unternehmens. Die Entschärfung der Bomben selbst bleibt Aufgabe eines staatlichen Kampfmittelräumdienstes.

Im Gespräch mit den Geschäftsführern Jürgen Plum und Hans-Michael Hobrack informierten sich Nietan und Koschorreck über die Arbeit der Firma Röhll und wollten wissen, wo der Schuh drückt. Eins machten Plum und Hobrack gleich zu Beginn klar: Obwohl das Ende des 2. Weltkrieges nun bereits 67 Jahre zurückliegt, geht ihnen die Arbeit nicht aus. „Es war interessant zu erfahren, dass nicht nur zum Beispiel in künftigen Baugebieten nach gefährlichen Relikten aus dem Krieg gesucht wird, sondern auch in Natur- und Wasserschutzgebieten“, berichtet Sozialdemokratin Koschorreck. „Der Sprengstoff in den Granaten und Bomben ist hochgiftig und auf Dauer eine Gefahr für unser Grundwasser“, erläutert die stellv. Landrätin.

Nietan und Koschorreck begrüßen, dass die Firma Röhll die Initiative ergriffen hat, in der Branche einen Mindestlohn einzuführen: „Nicht nur die Beschäftigten haben Vorteile von einem Mindestlohn, sondern auch die Unternehmen, die auf Qualität setzen und deswegen wie die Firma Röhll bereit sind, nach Tariflohn zu zahlen“, so der Bundestagsabgeordnete Nietan. „Mit der Einführung des Tariftreuegesetzes in NRW wollen wir künftig vermeiden, dass solche Unternehmen bei Ausschreibungen der Öffentlichen Hand leer ausgehen, nur weil andere Firmen Lohndumping betreiben und deshalb billiger sind“, so Sozialdemokratin Koschorreck. Fälle von Minensuchern bei privaten Kampfmittelräumunternehmen, die trotz 40-Stunden-Woche auf staatliche Hilfe angewiesen seien, gäbe es auch in dieser Branche. „Damit muss Schluss sein“, forderten Koschorreck und Nietan und unterstützen deshalb die Forderung nach einem Mindestlohn in der Branche.


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