Seitenanfang

Hauptnavigation




Zusatzinformationen

Liesel Koschorreck auf Facebook


Hauptinhaltsbereich

Pressespiegel:

Düren, 13. September 2013
aus "Dürener Nachrichten" vom 13. September 2013

Die Ministerpräsidentin nickt und fragt

Hannelore Kraft besucht Norddüren und zeigt sich „beeindruckt“, wie sich der Stadtteil seit 2009 entwickelt hat
Düren. Die Ministerpräsidentin ist vor der Zeit. Ein paar Minuten, bevor sie im Norddürener Stadtteilbüro eintreffen soll, fährt ihr Wagen vor. Hannelore Kraft herzt ihre Parteifreunde Liesel Koschorreck, die Dürener SPD-Chefin, und Dietmar Nietan, den Bundestagsabgeordneten. Dann nimmt sie Platz, es gibt Plätzchen und Kaffee. Es ist alles gerichtet an der langen Tafel im Büro an der Neuen Jülicher Straße. Die Leute von der Stadtteilvertretung werden diesem Moment lange entgegengefiebert haben.

Die wichtigste Politikerin des Landes kommt – und sie können erzählen, was sich in der Nordstadt alles getan hat. Hannelore Kraft ist nicht zum ersten Mal in Norddüren. 2009 war sie schon einmal da. Damals hatte sich die Nordstadt gerade auf den Weg gemacht. Als Teilnehmer des Bund-Länderprogrammes „Soziale Stadt“ sollte das Leben im Norden Dürens an Qualität gewinnen. Heute, vier Jahre später, sagt Ministerpräsidentin Kraft: „Ich staune, was Sie hier alles geleistet haben.“

Das geht natürlich runter wie Öl. Kraft erfährt, dass neue Spielplätze entstanden sind, Fassaden erneuert wurden, der Nordpark mit Fitnessgeräten ausgestattet wurde und dass ebenda derzeit ein „Haus für alle“ gebaut wird. „Es ist eine Menge geschehen“, sagt Burhan Cetinkaya von der Statteilvertretung.

Kraft hört sich alles an und nickt. „Da sieht man, was entstehen kann, wenn Initiativen aus der Bevölkerung heraus mit viel Engagement vorangetrieben werden.“

Von unten. Das ist das Entscheidende. Nicht von oben, zumindest nicht allein von oben. Ein gutes Beispiel, wie Bundes- und Landesförderung gepaart mit motivierten Menschen vor Ort beinahe Berge versetzen könne.

Doch Hannelore Kraft nickt nicht nur. Sie fragt auch. „Was passiert denn, wenn es keine Zuschüsse mehr gibt?“ Irgendwann seien alle Fassaden erneuert. Und dann? „Wie können Sie Ihr hohes Engagement in die nächste Generation getragen, damit es weitergeht?“

Das sind die zentralen Fragen.

Sprecher der Stadtteilvertretung beobachten eine steigende Identifikation mit Norddüren. Schon jetzt machten auch jüngere Leute mit. „Sie haben hier gute Strukturen, auf denen man aufbauen kann“, sagt Sozialdemokratin Kraft.

Doch es gibt noch einiges zu tun. Die Wohnsituation müsse besser werden, hören Kraft und Bundestagskandidat Nietan. Nach wie vor gebe es Drogenprobleme. Nietan betont, dass die Städtebauförderung nicht abgespeckt und schon gar nicht eingestellt werden dürfe. Das sei Sache des Bundes. Auch Dürens Baudezernent Paul Zündorf weist darauf hin, wie wichtig es sei, gerade „vernünftige Wohnbedingungen in Norddüren“ zu haben.

Dann macht sich der Tross auf den Weg, um den Nordpark, den Nachbarschaftstreff der Evangelischen Gemeinde und das Kompetenzzentrum von Lowtec zu besuchen. Kraft zeigt sich beeindruckt und sagt das auch. Es gibt Applaus. Dann steht sie auf. Sie würde ihre Beobachtungen nun weitertragen in andere Städte des Landes. Norddüren als Vorbild. Dann verabschiedet sie sich.

Sie will offenbar gleich loslegen.

„Kein Kind zurücklassen“

für die Nordstadt?

Ministerpräsidentin Kraft regte an, dass das Programm „Kein Kind zurücklassen“ für Norddüren in Frage kommen könnte. Derzeit organisieren das Land NRW und die Bertelsmann Stiftung einen Modellversuch in 18 Städten. Es geht darum, die Lage von Kindern und Eltern zu verbessern – und zwar präventiv. Mit den Kommunen soll „eine Unterstützung geboten werden, die wirklich hilft“.

„Wie können Sie Ihr hohes Engagement in die nächste Generation tragen, damit es weitergeht?“
Ministerpräsidentin Hannelore Kraft


Zum Seitenanfang