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Pressespiegel:

Düren, 09. Dezember 2013
aus "Dürener Zeitung" vom 9. Dezember 2013

„Wir wollen einen Bewusstseinswandel in Gang setzen“

SPD, FDP und Grüne setzen das Thema „Inklusive Stadtgesellschaft“ auf die Tagesordnung. Inklusionsausschuss ist ein Ziel.
Düren. SPD, FDP und Grüne wollen mit einem gemeinsamen Antrag einen Schritt in Richtung „Inklusive Stadtgesellschaft“ in Düren gehen. „Inklusion ist nicht nur eine gute Idee, sondern ein Menschenrecht“, betont Liesel Koschorreck (SPD). „Deswegen wollen wir das Thema stärker als bisher in der Gesellschaft verankern.“

Die drei Fraktionen wollen mit ihrem Antrag „eine Diskussion in Gang setzen“ und einen „Bewusstseinswandel“ erreichen. Verena Schloemer (Grüne), Hubert Cremer (FDP) und Liesel Koschorreck beziehen sich dabei nicht schwerpunktmäßig auf die schulische Inklusion, die momentan vielerorts zu heftigen Debatten führt. „Wie kann eine Stadt gestaltet werden, damit alle am gesellschaftlichen Leben teilhaben können?“ lautet eine zentrale Frage, zu der die drei Fraktionen Ergebnisse erarbeiten wollen.

Bestandsaufnahme

„Wir brauchen zunächst eine Bestandsaufnahme“, sagt Verena Schloemer. „Es gibt hier ja schon viele Angebote, vor allem für blinde Menschen“, betonen die Politiker. Die Verwaltung sei daher gefragt, den Ist-Stand der bestehenden Angebote und Hilfestellungen für Menschen mit Behinderungen darzustellen. Davon ausgehend wollen die drei Parteien schauen, was fehlt. „Gibt es ausreichend Wohnraum für Menschen mit Handicap? Gibt es genügend Arbeitsplätze? Ist die Stadt rollstuhlgerecht?“, nennt Liesel Koschorreck einige Fragen. Und Verena Schloemer ergänzt: „Wo können Menschen, die im Rollstuhl sitzen zur Toilette gehen, wenn die Behindertentoilette am Rathaus geschlossen ist?“ In der Gastronomie gebe es kaum Möglichkeiten und auch das sei ein Sachverhalt, der sich in Zukunft verändern müsse.

„Verständnis wecken“

„Wir wollen Verständnis für die Belange behinderter Menschen wecken. Inklusion ist schließlich eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung“, sagte Schloemer. Zunächst wollen die Parteien das Thema in den politischen Gremien diskutieren und dann soll es nach ihrem Willen „Stadtgespräch“ werden. Mit öffentlichen Veranstaltungen wollen die Parteien mehr und mehr Teilnehmer ins Boot holen. Das Thema Inklusion sei nicht zum Nulltarif zu haben, betonten die Politiker. „Es werden viele kleine Schritte notwendig sein“, sagt Verena Schloemer: „Wir wissen, dass das nicht von heute auf morgen geht. Aber wir müssen damit anfangen.“

Des Weiteren streben die Parteien an, die „Strukturen des Behindertenbeirates zu überarbeiten“ und einen Inklusionsausschuss zu etablieren, der Beschlussempfehlungen für den Stadtrat aussprechen kann. (smb)

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