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Pressespiegel:

Düren, 14. Juni 2014
aus "Dürener Nachrichten" vom 14. Juni 2014

Wochenspiegel - Große Ampel, rote Ampel?

Nun ist es so gut wie klar, dass sich Düren auf neue politische Verhältnisse einstellen muss. SPD, Grüne, FDP und Linke haben ein Bündnis geschmiedet, das sich zwar noch seine Legitimation in den eigenen Parteien erfragen muss, in dieser Woche aber schon mal Fakten geschaffen hat: Die erste und die dritte stellvertretende Bürgermeisterin kommen aus den Reihen dieser neuen Koalition. Liesel Koschorreck (SPD) und Carmen Heller-Macherey setzten sich durch, sie erhielten die notwendigen 26 Stimmen im Rat und werden dann, wenn Bürgermeister Paul Larue verhindert ist, die Stadt mit CDU-Chef Thomas Floßdorf, der zweiter Stellvertreter wurde, repräsentieren.

Die knappe Mehrheit stand also am Mittwoch. Ob das auch in Zukunft immer so sein wird, muss die Zukunft zeigen. In interessierten Kreisen werden schon fleißig Wetten angenommen, wie lange das wahrscheinlich landesweit einmalige Bündnis hält: Platzt die Koalition schon vor der Wahl des hauptamtlichen Bürgermeisters im Herbst 2015, geht sie gleich danach in die Brüche oder hält sie am Ende über die gesamte sechsjährige Legislatur? Das ist alles Kaffeesatzleserei. Die SPD wird wissen, dass für sie in dieser Konstellation am meisten auf dem Spiel steht. Wenn das Bündnis vor der Wahl zerbricht, gereicht das ihrer Kandidatin und Parteichefin Liesel Koschorreck nicht zur Ehre. Dann steht sie, wie die CDU momentan, ohne Mehrheit da und müsste sich sicher auch in der eigenen Partei rechtfertigen. Deshalb ist eher davon auszugehen, dass speziell die Sozialdemokraten darauf bedacht sind, die Koalition konstruktiv mit Leben zu füllen, auch wenn so unterschiedliche Partner wie Linke und FDP, die gegensätzlicher kaum sein können, gemeinsam mit im Boot sitzen. Und in diesem Bündnis kommt es auf jede Stimme an, wenn es etwas entscheiden will. Stabile Mehrheiten sehen anders aus.
Zu spüren war diese Woche, was für die Koalition derzeit eine wichtige Motivation ist: Es geht darum, die CDU zu verhindern. Wortreich erklärten alle Parteien, warum sie nicht mit der CDU zusammenarbeiten. Später ging es um Inhalte, aber wenig um konkrete, weil das Bündnis sich auf vielen Politikfeldern noch verständigen muss. Es gibt sich aber zuversichtlich, dass dies gelingt.

Dokumente:
2014-06-14_stellv.BM

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