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Pressespiegel:

Düren, 17. September 2014
aus "Dürener Nachrichten" vom 17. September 2014

Koalition fordert ein „grünes“ Gewerbegebiet

Das von Düren und Langerwehe gemeinsam betriebene Areal soll umweltfreundlich gestaltet werden
Düren. Die neue Dürener Ampel-Koalition setzt sich für ein sogenanntes „grünes Gewerbegebiet“ bei Langerwehe ein. Das 110 Hektar große Areal soll Firmen beheimaten, die Wert auf eine umweltfreundliche und energiesparende Betriebsführung legen. So soll das Gebiet, das zu drei Vierteln der Gemeinde Langerwehe und zu einem Viertel der Stadt Düren gehört, sich weitgehend selbst mit Strom versorgen können, Speichertechniken für regenerative Energien bereithalten und frei von Kohlendioxid (CO2) sind. „Es ist ein Pilotprojekt“, sagt Henner Schmidt, der Fraktionsvorsitzende der SPD im Dürener Stadtrat.

Seine Kolleginnen und Kollegen aus der Ampel-Koaltion (neben SPD Grüne, FDP und Linke) sind gleicher Ansicht. Sie wollen nicht „einfach ein Gewerbegebiet“. Das Areal solle zukunftsweisend ausgerichtet sein, sagen sie. In Nachbarschaft zum geplanten Gebiet stehen die sechs Windräder aus dem Echtzer Windpark. „Da wird regenerative Energie produziert, die im Gewerbegebiet genutzt werden kann“, sagt Verena Schloemer, Fraktionschefin der Dürener Grünen. Denkbar sei, dass die technischen Voraussetzungen geschaffen würden, um die von den Windrädern produzierte Energie direkt in Langerwehe nutzen zu können.

Für die damit notwendigen Investitionen könnten Zuschüsse eingeworben werden, finden die Koalitionäre, so dass die Hürden für Unternehmen nicht zu hoch seien. Dass es Firmen abschrecken könnte, bein einer Ansiedlung erst einmal in Umwelttechnik zu investieren, sieht FDP-Fraktionsvorsitzender Hubert Cremer nicht. In einem „grünen“ Gewerbegebiet angesiedelt zu sein, sei ein „enormer Imagegewinn“.

Eine weitere Bedingung nannte Dürens SPD-Chefin Liesel Koschorreck: Die Unternehmen müssten vor Ort Betriebsstätten gründen, „damit sie auch wirklich bei uns ihre Gewerbesteuern zahlen“.

Zuschüsse für das Projekt seien auch über die Indeland GmbH möglich, hieß es gestern. Deshalb sei es „unabdingbar“, dass Düren der Gesellschaft, die sich um die Entwicklung rund um den Tagebau Inden kümmert, beitrete. Verschiedene am Tagebau liegende Kommunen sind längst Mitglied, etwa Eschweiler oder Inden. Die Stadt Düren klagt derzeit noch dagegen, das Tagebauloch nach Ende der Kohleförderung mit Wasser statt mit Erde zu füllen. Diese Klage war bislang ein Hemmnis für die Indeland-Kommunen, dem Beitritt Dürens zuzustimmen. Nun will die Koalition per Ratsbeschluss Ende September erreichen, dass die Klage ruht, bis die Verhandlungen über einen Beitritt Dürens erfolgreich abgeschlossen seien. „Wir wollen nur eine Mitgliedschaft auf Augenhöhe“, sagt Linke-Sprecher Valentin Veithen. Im Unterschied zu früher fordere Düren kein größeres Stimmrecht und keine Namenänderung, „wie es die CDU immer wollte“.

Finanzielle Förderung für die durch den Tagebau betroffene Region gäbe es „heute nur noch als Mitglied der Indeland GmbH“, sagt Liesel Koschorreck. Eine Kommune könne für sich allein nichts ausrichten. Düren habe in den vergangenen Jahren schon „erhebliche Zuschüsse vorbeiziehen lassen“. Vor allem der an den Tagebau angrenzende Stadtteil Merken würde profitieren. (inla)


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