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Pressespiegel:

Düren, 26. Juni 2015
aus "Dürener Nachrichten" vom 26. Juni 2015

94 Prozent für Liesel Koschorreck

Erstmals wählen in Düren vier Parteien eine gemeinsame Bürgermeisterkandidatin. Sie sagt: „Ich kämpfe bis zum Umfallen.“
Düren. Die Sekunde, als Liesel Koschorreck erfährt, dass sie mit 94 Prozent Zustimmung gewählt ist, beendet ihre Anspannung und ist gewissermaßen der Start „für einen politischen Neuanfang“, wie sie kurz darauf ruft. „Es wird ein intensiver Wahlkampf. Ich werde Kämpfen bis zum Umfallen“, auch das ruft sie noch, dann hat sie alle Hände voll zu tun, die ganzen Glückwünsche entgegenzunehmen.

Die kommen von vier Parteien. SPD, Grüne, FDP und Linke haben am Mittwochabend in der Festhalle Birkesdorf Koschorreck zur gemeinsamen Bürgermeisterkandidatin gewählt. Das ist ein Novum in Düren. Noch nie sind vier Parteien mit derselben Kandidatin ins Rennen gegangen. Die „Ampel“-Koalition will Liesel Koschorreck als ihre Bewerberin um den Chefposten im Rathaus auf dem Stimmzettel stehen haben – nicht mit ihrer Parteizugehörigkeit „SPD“ hinter dem Namen, sondern mit einem Zusatz, der für die „Ampel“ steht.

94 Prozent Zustimmung bedeuten zehn Prozent mehr Zuneigung als bei ihrer Nominierung durch die Partei vor einigen Monaten. Während in der Festhalle von 113 Wahlberechtigten aus den vier Parteien 106 mit „Ja“ stimmen (vier Mal „Nein“, zwei Enthaltungen), kommt Koschorreck in ihrer Partei auf 64 „Ja“-Stimmen und zehn Ablehnungen.

Nicht nur die gemeinsame Nominierung ist für die „Ampel“-Koalition einmalig, auch das Bündnis der vier Parteien an sich, wie SPD-Kreischef Dietmar Nietan sagte. Der Bundesschatzmeister der SPD erzählte vor der Wahl, dass Liesel Koschorreck für ihn selbst mehrere Wahlkämpfe geleitet habe, dass sie „verlässlich“ sei und in der Lage, „die Menschen mitzunehmen“. Der Stillstand in Düren müsse „endlich beendet werden“ rief Nietan mit Blick auf die CDU und Bürgermeister Paul Larue, der bei seiner Nominierung auf 100 Prozent der CDU-Stimmen gekommen war.

Liesel Koschorreck sagte, sie habe „Respekt, aber keine Angst vor der Aufgabe“. Es gehe darum, die „Schätze der Stadt zu heben“. Sie könne zuhören, anpacken und entscheiden. Stadtplanung dürfe nicht weiter nach dem „Zufallsprinzip“ laufen. Markt- und Kaiserplatz müssten umgestaltet werden, so wie es der Masterplan vorschlage. Das Areal vor dem Rathaus aber bleibe „natürlich der zentrale Veranstaltungsplatz“. Wer etwas anderes behaupte, „wie die CDU uns unterstellt“, sage nicht die Wahrheit. In einem Wettbewerb solle ausgelotet werden, welche Möglichkeiten einer künftigen Gestaltung es für die Plätze gebe. Zudem setzte sie sich für „eine bessere Wirtschaftsförderungs-, Bildungs- und Familienpolitik“ ein.

Zwischen den Reden von Nietan und Koschorreck gab es Musik, Video-Einspieler mit Stellungnahmen anderer „Ampel“-Politiker, freie Getränke und die Aussicht auf ein zünftiges Grillfest nach der Veranstaltung. Von den mehr als 770 Mitgliedern, die SPD (rund 600), Linke (82), FDP (52) und Grüne (43) in Düren haben, waren 115 (davon 113 Wahlberechtigte) in die Birkesdorfer Festhalle gekommen – knapp 15 Prozent also.


Koschorreck, 63, ehemalige Landtagsabgeordnete und Präsidiumsmitglied der Landes-SPD, kündigte einige „öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen bis zur Wahl an“. So kämen EU-Parlamentspräsident Martin Schulz und Hannelore Kraft als Landesvorsitzende der SPD nach Düren.


Bürgermeisterwahl am 13. September

Die Wahl findet am Sonntag, 13. September, statt. Neben Liesel Koschorreck (SPD) treten Amtsinhaber Paul Larue (CDU) und der AfD-Politiker Bernd Essler an. Zunächst ist eine absolute Mehrheit (mehr als 50 Prozent) für den Sieg notwendig. Erreicht die kein Kandidat, kommt es am 27. September zur Stichwahl der beiden stimmstärksten Bewerber, bei der nur noch eine einfache Mehrheit nötig ist.


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