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Pressespiegel:

Düren, 03. Februar 2017
aus "Dürener Nachrichten" vom 3. Februar 2017

Millionen für die Schulen: Was passiert damit?

Die Stadt Düren erhält bis 2020 vom Land NRW 11,6 Millionen Euro, die in die Sanierung von Gebäuden oder in die Digitalisierung gesteckt werden können
Düren. Wenn es eine Aussage von Politikern gibt, die seit Jahrzehnten immer wieder zu hören ist, dann diese: Es müsse in Bildung investiert werden, schließlich sei Bildung der Rohstoff des Landes, da es in Deutschland nun mal kein Erdöl oder andere bedeutende Bodenschätze gebe. Nun kann in Bildung investiert werden: Das Land NRW wird der Stadt Düren in den nächsten vier Jahren insgesamt 11,6 Millionen Euro überweisen, um Schulen zu sanieren oder moderner zu gestalten. Das Programm heißt „Gute Schule 2020“ und gilt seit diesem Jahr. Unterstützt werden auch Investitionen in die Digitalisierung der Schulen, Stichwort digitales Klassenzimmer. Ausgezahlt wird die Förderung jährlich, Düren erhält also 2,9 Millionen Euro in jedem Jahr.

Was soll mit dem Geld passieren? Schulverwaltungsamt und Gebäudemanagement wollen eine Vorschlagsliste erarbeiten und der Politik zur Entscheidung vorlegen, sagt Dirk Keimes, der Leiter des Schulamtes. Er könne heute noch nicht sagen, in welche Richtung die Vorschläge gingen. In jedem Fall aber gebe es genügend Bedarf.

Ulf Opländer, SPD, ist der Vorsitzende des Schulausschusses und erwartet, dass die Verwaltung bald einen Plan erstellt. Die „Ampel“-Koalition habe sich darauf verständigt, dass „keine Wunschliste der Politik gefertigt wird“, zumal eine Beteiligung der Schulen wünschenswert wäre. Opländer sagte, dass es in Düren noch viele Schulgebäude gebe, die modernisiert werden müssten. In den vergangenen Jahren hat die Stadt rund fünf Millionen Euro in die Sanierung von Schultoiletten gesteckt, aktuell sollen für mehrere Hunderttausend Euro die naturwissenschaftlichen Räume des Burgau-Gymnasiums und des Gymnasiums am Wirteltor modernisiert werden.

Dass die Landesförderung auch in die digitale Infrastruktur der Schulen gesteckt werden kann, hält Opländer für sinnvoll. Dürens CDU-Chef Thomas Floßdorf, Lehrer eines Gymnasiums, sieht das auch so, würde aber zunächst das Angebot an Ganztagsplätzen in den Grundschulen ausbauen wollen. Ziel sei es, in Düren bald 1000 Plätze anbieten zu können, derzeit sind es rund 775.

Danach würde er auch ins digitale Klassenzimmer investieren – zum Beispiel mit Blick auf Wlan-Verbindungen, Beamer oder spezielle digitale Tafeln und weitere Geräte.

Die SPD-Landtagsabgeordnete Liesel Koschorreck (SPD) spricht von „einem großen Bedarf für die Schulen“ und verweist darauf, das „vor allem energetische Modernisierungsarbeiten zu leisten“ seien.

Das Programm „Gute Schule 2020“ ist seit Sommer vergangenen Jahres bekannt. Seit Januar 2017 können die Kommunen auch Anträge stellen, die zeitig bearbeitet würden, so das Land Nordrhein-Westfalen.

„In Düren gibt es immer noch viele Schulen mit erheblichem Sanierungsbedarf.“
Ulf Opländer, Vorsitzender des Schulausschusses Düren



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